Mittwoch, 9. April 2014

Kniffelige Astscheiben

Als ich meinen Spiegel hier präsentierte, habe ich ja schon damit gedroht, auch weiterhin mit Astscheiben basteln zu wollen. Diese Drohung will ich jetzt wahr machen.


Das ist, wie man vielleicht sieht, eine kleine Schale aus einer doppelten Lage kleiner Astscheiben, die ich natürlich NICHT selbst zugesägt habe *ichbinjawahnsinnigabernichtsoooosehr*, aber immerhin jede einzelne nochmal von Hand mit Schleifpapier glatt poliert. Dann habe ich eine Schicht in eine Müslischüssel gelegt und die zweite Schicht per Holzleim auf die untere geklebt. Es empfiehlt sich aber auch, die Seiten der Scheiben einzukleistern, und das auch bei der unteren Ebene, denn so bekommt die fertige Schale deutlich mehr Stabilität.


Ebenfalls entstehen sollte ein Teller nach dem selben Prinzip. Hier hab ich mich aber nicht an meinen eigenen Rat gehalten, die Astscheiben maximal miteinander zu verleimen, so dass mir die Hälfte wieder auseinandergebröselt ist. Und nun puzzel ich schon seit einer Weile daran herum und kriege ums Verrecken nicht mehr zusammen, wie die Scheiben vor dem Unfall angeordnet waren. Am Ende sind immer noch welche übrig UND der Teller hat riesige Lücken *hmpf*

Wirkt aber ein bisschen wie Kunst, oder? ;)
Mal sehen, wie ich das lösen werde. Ich habe auch noch keine Ahnung, was ich in der Schale aufbewahren will, aber sie ist ja auch so dekorativ genug :)

Sonntag, 6. April 2014

Rhabarber-Fladen, bunte Blümchen, grüne Kräuter und wahnsinnig viel Dreck

Der Frühling ist ja dieses Jahr etwas schneller unterwegs als sonst und sehr viel schneller als letztes Jahr. Also wird es Zeit, sich langsam mal vom Wintertran (oder ist es schon die Frühjahrsmüdigkeit?) zu verabschieden und sich ein wenig der verrückten und bunten Jahreszeit anzupassen.

#1 - Rhabarber-Fladen

Wenn ihr euch fragt, wo ich jetzt schon Rhabarber her habe, kann ich euch beruhigen: Ganz so schnell geht es dann doch nicht. Der lagerte noch von der übermäßigen Ernte des Vorjahres im Frostschrank. Wir können zwar mit dem Garten nicht unseren gesamten Bedarf an Obst und Gemüse decken, aber den Bedarf an Rhabarber und Beeren auf alle Fälle... *sssauer* So, und was macht man, wenn man Rhabarber essen, aber nicht ständig Zucker dran werfen will? Genau, man macht einen Fladen! Was sonst?


Die Inspiration dafür habe ich hier gefunden. Das Ei im Teig hab ich weggelassen und nur die Hälfte vom Öl genommen, dafür unter das Gemüse Frischkäse gestrichen und obendrauf noch etwas geriebenen Käse gegeben. Spinat hatte ich auch keinen und statt der Schalotten gab es rote Zwiebeln, usw. usw. Mag ungewöhnlich klingen, aber mmmmhhhhhhh!!!


#2 - Bunte Bliemeln

Der Balkonkasten, der für die Blühpflanzen vorgesehen ist, wurde auch wieder frisch bepflanzt.

Mit Ipod auf dem Wasserbecher... wenn das mal gut geht...
Hinter den Vergissmichnicht versteckt sich noch ein blaues Veilchen.

Hallo Veilchen! *wink*

Ich geb ja zu, dass ich von Blumen wenig Ahnung habe. Mit Gemüse kenn ich mich so einigermaßen aus, das erscheint mir auch recht überschaubar... aber Blumen...! Es gibt so viele verschiedene Sorten, Farben, Größen... da steigt mein Gehirn aus. Im Garten liegt das eigentlich für Blumen vorgesehene Beet seit Jahren brach. Ich hoffe immer noch, dass jemand vorbeikommt und es mit Sachverstand und Geschick bepflanzt und es dann für immer blüht und grünt und ich mich nicht darum zu kümmern brauche :) Aber leider wird das wohl ein frommer Wunsch bleiben, also lass ich mir eben vom Internet ein wenig unter die Arme greifen und habe auch auf diese Weise meinen Balkonkasten bepflanzt (deswegen auch der Ipod auf dem Balkon... zum Spicken ;)). Da das zu meiner Zufriedenheit abgelaufen ist, werde ich bei dem Blumenbeet auf den selben Trick zurückgreifen *harr*

#3 - Grüne Kräuter


Minze, Zitronenmelisse, Petersilie. Ganz einfach, keine Experimente. Und eine halbe Banane, die es beim Blumenhändler immer gratis dazu gibt. Den Dreck hab ich inzwischen auch schon weggefegt, wie man sieht. So lässt sich der Frühling aushalten... Ist ja auch schlimm mit den ganzen Blüten und den lächerlich grünen Blättern und der grellen Sonne... ;)

Sonntag, 30. März 2014

Bunte Geburtstagsgrüße

Ja, ich weiß, ich habe mich rar gemacht. Das heißt nicht, dass ich nichts tue, nur dass es manchmal etwas langsamer vorangeht. Es werden also weiterhin schöne bunte Dinge in diesem Blog landen. Wie jetzt zum Beispiel :)

Meine Mutter und meine Oma (die Muttermutter) haben an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Geburtstag. Also erst die Oma und dann die Mutter. Das war schon immer so. Neu dieses Jahr ist, dass ich ihnen jeweils eine Karte und ein paar Frühlingsanhänger gebastelt habe. Die Ideen/Vorlagen dafür stammen wieder aus dem Papiernähbuch, das mir benannte Oma zu Weihnachten schenkte. Beide, Oma wie Mutter, dürften nicht hier herumsurfen (also bei der einen weiß ich es ganz genau und bei der andere gehe ich auch davon aus ;)), deswegen kann ich euch die Ergebnisse schon mal vorab präsentieren :)


Das Prinzip bei den Karten ist ganz einfach: Die gewählte Form wird aus Papier und Transparentpapier ausgeschnitten, die Lagen zusammengenäht, auf die Karten geklebt und "aufgeblättert".

Und nun zusammen mit den Anhängern... sagt man dazu Anhänger? Hm, also zumindest sind das solche Dinger, die man sich an Zweige hängen kann. Set eins:



Die Vögelchen und die Häuschen haben als Zwischenschicht noch eine Lage Volumenvlies, dadurch werden sie etwas plastisch.

Und Set zwei:



Tja, und nun hab ich den Salat und muss entscheiden, wer was bekommt... Notfalls werfe ich eine Münze :D Und was ich noch gebastelt habe (ich hab nämlich noch mehr gebastelt, jaha!), zeige ich euch beim nächsten Mal :)

Donnerstag, 6. März 2014

Ich habe gekocht!

Aktuell bin ich dabei, im Frostschrank Platz zu schaffen, denn der Frühling naht und der Sommer folgt ihm auf dem Fuß, so dass mit einem baldigen Nachschub an einzufrierender Ernte zu rechnen ist. Darum gibt es bei uns jetzt Beeren und Rotkohl in allen erdenklichen und auch kaum vorstellbaren Varianten... nicht notwendigerweise gleichzeitig.

Diese Woche auf dem Speiseplan: Rotkohlsuppe mit Miniklößen. Jawohl!

Auf dem Bild bin ich auch mit drauf - wer findet mich? ;)

Farblich äußerst ansprechend, nicht wahr? ;) Die Suppe wird im Prinzip wie normales Rotkraut zubereitet, nur mit etwas mehr Flüssigkeit (sprich: Brühe) und anschließend bis zum gewünschten Unkenntlichkeitsgrad püriert. Für die Aufwertung des Kohlgeschmacks sorgen Lorbeerblatt, Nelken, Johannisbeeressig und Preiselbeergelee.

Für die Klöße habe ich gekochte Kartoffeln durchgepresst und mit Kartoffelstärke und Ei einen stinknormalen Kartoffelkloßteig zubereitet, und anschließend eben einfach kleine Klöße geformt und im Salzwasser gar ziehen lassen. Die Weißbrotwürfel gibt es hier einfach obendrüber statt innendrin. Wasn Spaß! Das Weiße, was da noch mit auf dem Teller schwimmt, ist saure Sahne.

Mahlzeit!

Donnerstag, 27. Februar 2014

Bunt gerollt ist halb gewonnen

Was hilft am besten gegen die Tristesse des Alltags? Buntstifte!!


Das Kind in mir hatte sich eine Großpackung Buntstifte gewünscht, nachdem ich bisher nur im Besitz von 12er Packungen bin. Diesem Wunsch kam ich natürlich gerne nach! :) Nach einigem Hin und Her und ehrfürchtigem Bestaunen von 72er und 120er Sortimenten (Wahnsinn, soooo viele Farben!!) kam ich zu dem Schluss, dass es für meine Zwecke (Skizzieren von Nähsachen, Mandalas ausmalen, die Farbvielfalt anschauen) eine 48er Packung auch tun sollte. Entschieden hab ich mich dann für ein Set aus nachhaltiger Fortwirtschaft, in der frommen Hoffnung, das möge nicht nur ein Label sein.

Die Stifte kamen in einer schnöden Pappschachtel, in der man die einzelnen Farben nicht so gut erkennen kann, sofern man nicht alle Stifte herauszieht oder auskippt. Da war schnell sonnenklar: Eine Stiftrolle muss her! Gesagt, getan:



Von außen zunächst recht unspektakulär in dezentem schwarz-lila Jeansstoff, den farbigen Inhalt verbergend. Die verwendeten Materialien sind alles Restbestände, u.a. von meiner Zipfeltasche, hat also außer dem Strom für die Nähmaschine, ein paar Metern Garn, einigen Stunden Zeit und zwei schmerzenden Daumen (von den Angriffen der fiesen Stecknadeln) nichts extra gekostet.

Aber nun wird entrollt:


Tadaaaaa!!! Erstmal noch mit Klappe, die die zarten Spitzen vor Umwelteinflüssen schützen soll.


Und hier nun in voller Pracht. Ich weiß, man muss auf die Stifte starren und kann sich auf das Drumherum kaum konzentrieren ;) Die Rolle hat ausgerollt die Maße 79x20cm. Könnt ihr euch ja denken, wie lang ungefähr eine für 120 Buntstifte wäre (1,87m). Die Fächer für die Stifte sind jeweils 1,5cm breit. Das habe ich vor dem Nähen mit Stecknadeln getestet. Schmaler dürften sie aber nicht sein, die Stifte stecken doch recht straff drin. Eigentlich... EIGENTLICH... wollte ich noch ein 49. Fach für einen Bleistift machen, aber irgendwie muss ich mich verrechnet haben, denn das hat nicht hingehauen. Mist :D Zwischen der inneren und äußeren Lage ist noch eine Schicht Volumenvlies.



Nur echt mit dem einen oder anderen Katzenhaar ;) Und ja, da sind schon zwei Stifte abgebrochen. Der schwarze, als ich ihn zu unsanft an der Spitze aus der Packung zerren wollte *upsi* Und beim gelben weiß ich es gar nicht.


Der besondere Clou sind die zwei Taschen für Radiergummi und Spitzer. Dafür habe ich den Stoff zunächst rechts auf rechts genäht und dann durch eine kleine Wendeöffnung rumgedreht und auf dem Untergrund festgenäht. Das hatte ein bisschen was von Kissenbezügen für die Puppenstube nähen. Gar nicht so einfach mit dem labberigen Blümchenstoff. Und ja, das mit dem Schrägband übe ich noch! Habe für dieses Mal aber Gnade vor Recht gelten lassen bzw. Funktion vor Perfektion ;)

Na dann, macht euch noch einen Bunten! :)

Mittwoch, 12. Februar 2014

Neuer Wandnachwuchs!

Wie man merkt (oder eventuell auch nicht), bin ich zur Zeit sehr im Bastelfieber. Nähen oder gar stricken interessieren mich gerade nicht die Bohne. Mein Wintermantel liegt zum Beispiel mit halbeingenähtem Futter und mahnendem Blick herum, aber ich komme nicht ran. Mein Kopf will lieber BASTELN!!! Ich bin wohl eher der Typ manischer Künstler als der fleißige Arbeiter und bewundere still und heimlich jeden, der sich immer wieder mit ein und derselben Sache beschäftigen oder damit gar in Serie gehen kann. Unvorstellbar für mich...

Nun ja, aber da es ja nur mein Freizeitvergnügen ist, macht es ja auch nichts, wenn der Mantel erst in ein paar Monaten fertig wird. Der aktuelle Winter tut auch gar nichts, um mich irgendwie zu motivieren...

Also: Basteln :) Ihr erinnert euch vielleicht noch an dieses (ebenfalls unvollendete *pfeif*) Projekt? (Erstaunllicherweise einer meiner meistgeklickten Posts übrigens, darum auch schnell wiederzufinden. Sehr praktisch!) Das Thema Weinkisten an der Wand finde ich immer noch gut, allerdings ist es mir derzeit etwas unbunter und natürlicher zumute, was dann - logisch absolut folgerichtig - zu diesem schönen Ergebnis führte:


Nein, da hängt nix schief, das liegt an der Kameralinse! Ist alles wasserwaagen-approved. Aber es war ein gutes Stück Arbeit, die Dübel haltbar in die pfefferkuchenähnlichen Wände zu bekommen.


Die schönen Hintergründe sind Scrapbookpapiere aus dem Bastelladen, die ich einfach in die Rückwände der Kisten geklebt habe. Sooo schön! <3 Am meisten hat es mir das mit den Birken angetan. Leider waren die großen Kisten breiter als das Papier, so dass ich etwas stückeln musste. Aber fällt im Prinzip kaum auf, ne? ;)

Und vielleicht ist es ja jemandem aufgefallen: Ich habe meinen Blogtitel erweitert! Ja, ich weiß, eine die Weltgeschichte neu schreibende Wahnsinnsneuigkeit! ;) Statt "Think Pink - Wear Black" heißt es jetzt "Think Pink. Wear Black. Go Green." (And Change the World... aber das fand ich jetzt für den Moment doch etwas dick aufgetragen, das kommt dann beim nächsten Mal.) Einfach als Doppelhommage an meine aktuelle Grünphase und meine allgemeinen Ökotendenzen. Die Blogadresse bleibt aber, wie sie ist.

Es grünt so grüüüüüüüün!
Weitere Wohnungsverschönbesserungsbasteleien gibt es dann beim nächsten Mal :)

Diese schöne Lampe ist auch selbstgemacht, aber nicht von mir ;)

Donnerstag, 6. Februar 2014

Hölzerne Wellen

Tjaaaa, was könnte das wohl sein...?


Dieses Projekt geisterte so oder so ähnlich schon länger auf meiner Großhirnrinde herum... Rinde ist auch ein gutes Stichwort, fällt mir dabei gerade auf ;)


Jetzt kann man erkennen, was es ist, oder? :) Die Basis bildet ganz einfacher, rechteckiger Spiegel ohne Rahmen. Dann hab ich mir im Baumarkt ein ungefähr 5mm dicke Sperrholzplatte besorgt und mithilfe von Stichsäge und Manneskraft, der gegenhalten musste, einen Rahmen ausgesägt. Den Mann störte die Ecke rechts unten, ich finde sie aber genau richtig, denn so sieht es aus, als wäre dort ein Sog ;) Und dann begann das Holzscheibenpuzzle. Eigentlich hatte ich geglaubt, runde Scheiben geordert zu haben, aber es kamen ovale. Zunächst große Bestürzung, im Endeffekt erwies es sich aber als Wink des Schicksals... aber dazu gleich mehr...


Erstmal wanderte unter den kritischen Blicken bepelzter Zeitgenossen und -genössinnen Scheibe für Scheibe auf den Rand. Insgesamt hab ich ein Kilo verbraucht - hätte ich vorher nicht vermutet. Ich hab die Scheiben erst einmal nur so aufgelegt, um zu sehen, ob das alles so passt und so, und erst danach mittels Holzleim aufgeklebt. Das war aber alles äußerst meditativ und gar nicht nervig. Ich hab aber zwischendrin immer mal wieder längere Pausen eingelegt, so dass es am Ende insgesamt drei, vier Tage gedauert hat, bis der Spiegel fertig war :)

In diesem Bild hat sich ein kleiner Beagle versteckt. Finde ihn ;)
Und wie man nun unschwer erkennen kann, erzeugen die ovalen Scheiben ein gewisse Dynamik, die mit runden Scheiben sicherlich nicht entstanden wäre. Wie Wellen. Oder ein Reptilienpanzer. Oder... jajaja, ich hör ja schon auf ;) Aber ich bin jetzt angefixt und werde sicherlich noch die eine oder andere Holzscheibe in meinem Leben verbasteln :)