Fünf Portionen Obst und Gemüse soll man am Tag essen. Klar, warum auch nicht? Viele finden es schwierig, weil sie es nicht gewöhnt sind. Ich zeig mal eine Variante, wie es geht. Jetzt im Sommer damit anzufangen, wenn das Angebot an frischem Grünzeug riesig ist, ist sicher keine schlechte Idee. Man muss auch nicht gleich auf fünf Portionen am Tag kommen, man kann ja auch erstmal mit drei Portionen beginnen, wenn man bisher einen großen Bogen um alles gemacht hat, das nicht gelb oder braun ist (die meisten Menschen essen hauptsächlich in diesem Farbspektrum: helles Brot, Brötchen, Butter, Wurst, Käse, Pommes, Fleisch, Schokolade, Fanta, Cola... think about it ;)). Oder auch nur eine Portion. Jeder wähle seine Schritte entsprechend seiner Beinlänge ;)

Hier haben wir fünf Portionen Obst und Gemüse. Das ist eigentlich gar nicht viel und sieht schön bunt aus! Etwas Salat, zwei Möhren, ein Pfirsisch, ein paar Kirschtomaten und eine Banane. Macht euch keine Gedanken, dass die Banane so braunfleckig ist. Das kommt daher, dass ich Bananen im Kühlschrank lagere. Dort werden sie zwar äußerlich braun, bleiben innen aber länger frisch als außerhalb des Kühlschrankes.
Man kann das Ganze auch etwas anders anrichten :D Falls das nicht ersichtlich wird, in den zwei rechten Bildern telefoniert das Gemüsegesicht, im mittleren erfährt es spannenden Klatsch und Tratsch. Ja, ich weiß, mit Essen spielt man nicht. Aber was "man" macht, interessiert mich nicht. Ich bin ja nicht man ;)
Eigentlich ist es ganz simpel. Aber "eigentlich" ist immer alles ganz simpel - in der Theorie. Am einfachsten ist es aber, seine üblichen Mahlzeiten zu tunen. Zum Frühstück gab es eine Scheibe Brot mit Kräuterfrischkäse, darauf ein paar Kirschtomaten, etwas Schnittlauch und schwarzen Pfeffer darübergemahlen. Ich bin ein kleiner Pfeffer-Addict :) Dazu den Pfirsich in Spalten geschnitten. Der könnte auch etwas Pfeffer vertragen, einfach mal ausprobieren :)
Zum Mittagessen gab es einen überbackenen Nudelauflauf. Die Nudeln werden zusammen mit angeschmorten Zwiebeln, Kirschtomaten und Oliven in Brühe gekocht, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver gewürzt und anschließend mit Mozzarella im Ofen überbacken. Darüber kommt kleingehackte Petersilie und optional auch ein paar kleingehackte Fingernägel wie bei mir, denn die Finger kamen beim Petersilie hacken irgendwie dazwischen :P Bestimmt auch lecker mit Kartoffeln und anderem Käse, Gouda oder Feta *finger schleck*
Der Nachmittagshunger wurde mit einer Schüssel Joghurt mit Haferflocken und der kleingeschnittenen Banane niedergerungen. Ein einfacher, leckerer und sättigender Nachmittagssnack für alle, die wie ich nachmittags gerne mal Kohldampf bekommen. Quasi die gesündere Schwester des Kuchens ;) Kann man auch prima aufwerten, z.B. mit etwas Ahornsirup oder etwas Zimt. Wenn mir nach Schokolade ist, verrühre ich die Joghurt-Haferflocken-Pampe auch gerne mal mit etwas löslichem Kakaopulver.
Zum Abendbrot gab es einen großen Salat aus Eichblattsalat, etwas Rauke aus dem Garten, geraspelter Möhre, den restlichen Kirschtomaten und einem Olivenöl-Johannisbeeressig-Senf-Dressing (leeeecker!!!). Dazu eine ordentliche Ladung Hüttenkäse (mit Pfeffer drüber *pfeif*) und in der kleinen Schüssel Brotsuppe. Sieht seltsam aus, ist aber wirklich lecker, wenn man es gerne deftig und matschig mag, so wie ich :D Dazu eine Scheibe frisches Brot in Würfel schneiden, einen Teelöffel Butter dazu und mit heißer Gemüsebrühe übergießen - und fertig!

Wozu das Ganze? Es ist gar nicht unbedingt notwendig, Obst und Gemüse zu essen, jedenfalls nicht, wenn es um Vitamine geht. In Wurst steckt auch eine Menge Vitamin C, ist wirklich so. Ein wichtiger Unterschied besteht zunächst zwischen frischem Essen und verarbeiteten Lebensmitteln. Letztere enthalten viel Müll, billige Rohstoffe und Zusatzstoffe. Das ist oft einfach tote Materie. Man könnte auch einfach etwas Styropor essen, das ist möglicherweise sogar lebendiger :D Ein zweiter Punkt ist, dass das Auge mitisst. Schaut, wie schön bunt die Bilder sind! Und das alles mit minimalem Aufwand. Frühstück und Nachmittagssnack brauchen weniger als 10 Minuten, das Mittagessen ca. 30 min, das Abendessen 20 min. Man kann von Fast Food, den oben erwähnten gelben und braunen Lebensmitteln, gut und gesund leben, wenn es aus frischen Zutaten zubereitet wird. Der Nachteil im Vergleich zu meinem Essen ist, dass es zum einen eher pappsatt macht, aber auch schneller wieder hungrig. Die Gefahr ist also groß, dass man mehr zu sich nimmt als man verbraucht, oder aber viel Disziplin braucht, um den Hunger auszuhalten (ich könnte das nicht, wenn ich Hunger hab, werd ich zum Werwolf! :D). Ich hab mich nach den jeweiligen Mahlzeiten satt, aber nicht niedergestreckt gefühlt. Eher tatsächlich vitalisiert - was ja der grundlegende Sinn und Zweck der Ernährung ist: Dir Energie zu spenden für alle deine Vorhaben! Essen, um zu leben (und nicht etwa andersrum ;)). Mir macht es Spaß, so zu essen, es schmeckt mir, ich fühle mich gut damit, und ich würde es wirklich freiwillig jedem Dosenfutter und Junk-Food-Burger vorziehen.
Aber bevor jetzt einer denkt, ich würde immer so essen - nee nee, ich ess auch mal Kuchen oder Kekse oder Schokolade. Oder auch Junk. Ich kann zum Beispiel nur schwer diesen fluffigen, klebrigen Eiweißriegeln widerstehen, einem Paradebeispiel für ein verarbeitetes Lebensmittel. Wenn man einfach mal die Zutatenliste studiert (da muss man echt studieren, um sie zu verstehen!)... gruselig! Das ist aber auch alles okay, man muss es ja nicht übertreiben mit der gesunden Ernährung. Wenn sie die Basis der Ernährung bildet, ist das schon die halbe Miete. Da geht auch mal ein Eiweißriegel :D
Wenn euch das gefallen und inspirert hat, dann schreibt mir das in den Kommentaren, ich kann gerne immer mal wieder einen Fünf-am-Tag-Beitrag schreiben und meine Ernährung dokumentieren :)